PaC.Space - Packaging Color Management

Ein Projekt der ERA PRO Tiefdruck Arbeitsgruppe

Aufgabe der ERA Pro Tiefdruck Arbeitsgruppe war es, einen einheitlichen Farbstandard für den Verpackungstiefdruck zu erarbeiten.

Tatsächlich sind viele Beteiligte an der Verpackungsherstellung wie z.B. Markenartikler sowie Design- oder Reproagenturen nicht immer tief genug mit dem Druckprozess, der Druckformherstellung oder anderen Prepress Bedingungen wie beispielsweise Druckfarben, Substraten, Druckmaschinen, Farbräumen etc. vertraut. In den meisten Fällen wird die Repro zu einem Zeitpunkt erstellt, an dem noch nicht feststeht, wo und wie die Druckproduktion später stattfinden soll. Die Reprodaten werden deshalb in der Regel in einem allgemeinen Farbraum wie Offset ISOcoated, oder in einem hauseigenen Standard erstellt und bearbeitet. Ein Proof, das die tatsächlichen Druckbedingungen gut simuliert ist deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Somit müssen die Reprodaten für die Herstellung der Druckformen noch einmal auf die entsprechenden individuellen finalen Druckbedingungen hin überarbeitet werden. Der dadurch zusätzlich entstehende Zeit- und Kostenaufwand ist jedoch nicht nur unnötig, sondern führt vor allem zu Unzufriedenheiten bei den Kunden.

Anders als beim Offsetdruck gibt es beim Verpackungstiefdruck keine Standards. Der Magazintiefdruck ist weitaus weniger komplex als der Verpackungsdruck da hier nicht die großen Farbräume erzielt werden müssen, wie es z.B. beim Einsatz von Sonderfarben im Verpackungsdruck notwendig ist. Die Herstellung einer Verpackung im Tiefdruck ist charakterisiert durch eine Vielschichtigkeit an Bedruckstoffen, Farbsystemen, Veredelungsverfahren und eben auch gelieferten Prepress Daten. Damit das Ergebnis im Fortdruck dem des freigegebenen digitalen Proofs entspricht, ist ein sogenannter Fingerprint Prozess notwendig.